„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation erkennt man daran, wie sie ihre Tiere behandelt.“

(Mahatma Ghandi)

Ursula Rahman Stiftung - für Bildung und eine gerechte Welt.

 

Tierfreunde Duisburg e. V.

- Als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannter Verein -

Unser Katzenhaus

Der Verein konnte dieses Haus 1996 nach einer Erbschaft erwerben und hat das stark renovierungsbedürftige Haus seither in Eigenarbeit zu einer liebevollen katzengerechten Unterbringung für herrenlose Katzen, die auf eine Vermittlung in ein neues Zuhause warten, hergerichtet.

Es gab keine Heizung, die Fenster mussten erneuert und mit „Flucht“-Schutzgittern versehen werden, Bodenplatten gegossen und Böden anschließend gefließt und die Wände verputzt und gestrichen werden, und das alles, während schon viele kleine, vierbeinige „Helfer“ zur Stelle waren. Aber all die Arbeit hat sich mehr als gelohnt und so kann heute eine leider regelmäßige Zahl von ca. 40 Tieren betreut werden. Wir legen dabei Wert auf eine Haltung der Tiere in Gruppen, sofern das Sozialverhalten der Tiere dies zulässt, und auf eine gemütliche, beschützende Atmosphäre, die sowohl Rückzugsmöglichkeiten für scheue Tiere als auch Entfaltungsmöglichkeiten für aktive Tiere ermöglicht. Deckenhohe Kratzbäume, Höhlen und gemütliche Liegeplätze prägen daher das Bild der einzelnen Räume. Sollten sich Tiere in Quarantäneboxen befinden hat dies immer einen Grund. Entweder sind sie noch nicht geimpft oder aber sie müssen kurzzeitig unter intensiver Beobachtung oder Betreuung stehen. Aber auch diese Unterbringung wird immer gemütlich gestaltet und so kurz wie möglich gehalten, da es glücklicherweise auch kleine Räume gibt, in denen auch Tiere untergebracht werden, die nur einzeln gehalten werden können.

Bei sovielen Tieren ist natürlich Sauberkeit oberstes Gebot. Diese wird durch derzeit ca. 15 tatkräftige Helfer(innen) sichergestellt. Alle Helfer(innen) opfern z.T. große Teile ihrer Freizeit, um den Tiere für diese Übergangszeit eine optimale Unterbringung zu schaffen. Es wird geputzt, gewaschen, gefüttert, gepäppelt und getröstet, gezähmt, gekämmt, entfloht und Vertrauen zurückgewonnen, und wenn man am Ende der Arbeit angekommen ist, kann man eigentlich vorne schon wieder anfangen.

Diese Betreuung der Tiere bedingt darüber hinaus, dass alle Helfer(innen) einen intensiven Kontakt zu den Tieren aufbauen, der dazu genutzt wird, die Tiere und ihre unterschiedlichen Charakter genau zu bestimmen, um sie im Sinne aller in ein adäquates Zuhause zu vermitteln (s. „Überlegungen zur Vermittlung“). Wir kennen „unsere“ Tiere sehr genau, habe Sie daher bitte Verständnis dafür, dass wir nicht immer der vermeintlichen „Liebe auf den ersten Blick“ stattgeben können. Ein Tier, das Freigang gewöhnt ist, kann nicht in reine Wohnungshaltung vermittelt werden. Eine solche Vermittlung würde niemanden glücklich machen. Bitte bedenken Sie auch, dass zwar die Arbeit mit und für die Tiere immer sehr bereichernd ist und der größte Dank von den Tieren selbst ausgeht, dennoch handelt es sich auch um eine emotional sehr intensive Arbeit. Leider müssen alle Helfer(innen) früher oder später Erfahrungen machen, die die Grenze der Belastbarkeit erreichen, so dass das Sonntagslächeln an dem ein oder anderen Tag mal ausfallen muss. Tierschutzhelfer(innen) sind sehr engagierte Menschen, sie tun ihre Arbeit aber gerade deshalb, weil sie für das Wohl und auch das Leid der Tiere sensibel sind. Und manchmal ist dieses Leid nur schwer zu ertragen.....wenngleich wir uns immer gegenseitig stützen, denn eines ist ganz klar, jeder handelt nur zum Wohl der Tiere ehrenamtlich und von ganzem Herzen!